dmexco 2011 ReCap – Mehr als nur OMClub

dmexco 2011Wieso ein ReCap zur dmexco 2011? Geht man da nicht sowieso nur wegen dem OMClub hin? Gibt es wirklich so viele Schlipse in den Schränken von Online-Marketeers? Nein, es gibt keinen Grund noch einen ReCap dazu zu verfassen. Keinen? Naja, okay – einen… Also gut zuhören wenn jetzt einmal hemmungslos die Wahrheit gesagt wird.

Der Entschluss nun doch einen ReCap zur dmexco zu verfassen fiel gestern, nachdem Stefanie Benthin auf ihrem Twitter-Account @sausebrause festgestellt hat, dass es gar nicht so viele Blogger gibt, welche die Impressionen der beiden Tage niedergeschrieben haben. 2011 fand die dmexco als größte Online-Marketing Messe am 22. und 23.09.2011 wieder in Köln statt. Vorletztes Jahr war noch nicht einmal bekannt ob die Nachfolgemesse der ehemaligen OMD Online-Marketing Düsseldorf das Potential zeigen wird um sich fest in den Terminkalendern der Szene zu etablieren.

Dieses Jahr verdoppelte die dmexco die Bruttofläche auf 42.000 m² dadurch, dass diesmal zusätzlich zur bekannten Halle 8 am Eingang Nord ebenfalls die Halle 7 der Koelnmesse hinzugekommen ist. 440 Aussteller aus der ganzen Welt waren dieses Jahr auf der dmexco anzutreffen. Dies sind 85 mehr als noch im Vorjahr. Die 300 Speaker, zum Teil international, referierten 120 Stunden in vier Panels. Laut den Angaben aus den Pressemappen nutzten über 19.300 nationale (80 Prozent) und internationale (20 Prozent) Fachbesucher dieses Jahr die Messe.

Zu den bekannten Ausstellen zählten:

Microsoft, Amazon, Facebook, eBay, Yahoo!, Adobe, Telefonica, Payback, Google, Kenshoo, Smartclip, Adconion, Fox, nugg.ad, Criteo, Ströer, Zanox, ORF, Axel Springer, Bertelsmann, DuMont, Spiegel, Holtzbrinck, Bauer, Burda, Gruner + Jahr, InteractiveMedia, Tomorrow Focus, IP, OMS, SevenOne, United Internet Media, Initiative Media, Pixelpark, uvm.

Einige der Speaker:

Hartmut Ostrowski (Bertelsmann), Steve King (ZenithOptimedia), Henrique de Castro (Google), Lisa Utzschneider (Amazon), Alfredo Gangotena (MasterCard Worldwide), Maarten Albarda (Anheuser-Busch), Alina Kessel (DDB Tribal Group), David Kenny (Akamai), Andrew Robertson (BBDO), Quentin George (Mediabrands), Carl-Philipp Mauve (Ford), Dr. Andreas Wiele (ASV), Carolyn Everson (Facebook), Stew Atkinson (P&G), Bob Carrigan (IDG), Ulrike Vollmöller (Beiersdorf), Marc Holden (PHD Worldwide), Dan Rosen (AKQA), Paulina Bozek (Inensu), Michael Buck (Dell), Marc Huijbregts (Saatchi & Saatchi), KC Estenson (CNN), Josh Krichefski (MediaCom), Gregor Gründgens (Vodafone), Michael Barrett (Admeld), Dr. Nicole Prüsse (VivaKi), Maria Luisa Francoli (MPG), Uli Veigel (Grey) uvm.

Von dem diesjährigen Motto: „New rules – The digital shape of today’s marketing“ und den damit angepriesenen Schwerpunktthemen: Kreative Exzellenz, Digitale Innovationen, Media Optimierung, Werbetrends, Customer Relationship sowie Brand Building war leider nicht viel zu spüren. Vielmehr hatte man den Eindruck, dass die kreative Exzellenz hauptsächlich dafür aufgewendet wird neue Buzzwords zu kreieren um das Dienstleistungsportfolio zu entstauben oder auf den Zug mit den neuen ach so kreativen Services aufzuspringen um sich Marktanteile zu sichern.

Trotz allem hat sich die dmexco als jährlich stattfindendes Event inzwischen etabliert um neben den immer zahlreicheren Spartenveranstaltungen für SEO, SEM, Conversion, Affiliate, uvm. einfach einmal alle Disziplinen unter einem Dach vereinigt. Gerade dies macht die Messe sicherlich für viele allein wegen der Pausengespräche mit alten Freunden und Partnern sehr attraktiv. Hierdurch kommt es aber auch zu dem Effekt, dass man ab einem gewissen Bekanntheitsgrad hauptsächlich mit sehr guten Gesprächen mit beliebten Kontakten verbringt und überspitzt gesagt sich eigentlich so gut wie gar nicht auf die Messe konzentrieren kann. Manch ein Social Media Experte spricht hierbei von Networking – persönlich steht für mich dabei jedoch wirklich das zwischenmenschliche im Vordergrund, da die Geschäfte nicht immer Priorität haben sollten.

Wenn man von der dmexco spricht kommt man selbstverständlich nicht an den Offsite-Veranstaltungen vorbei:

Come Together

Bereits am Vortag der Messe traf sich das Rhein-Main Gebiet nach der Anreise um abseits der Veranstaltungen von Google und eBay in Ruhe zusammen etwas zu essen. Leider konnte ich erst etwas später dazu stoßen, da ich zeitgleich noch einen Termin wahrnehmen musste.

MetaApes Affiliate Night

meta apes affiliate night 2011Die MetaApes Affiliate Night fand dieses Jahr, wie auch bereits letztes Jahr, in der Wolkenburg statt. In dieser sehr stimmungsvollen Umgebung mit dem wunderbaren Innenhof waren sehr angenehme Gespräche bei dem schönen Wetter möglich. Durch diese sehr intensiven und langen Gespräche verflog die Zeit wie im Fluge und plötzlich standen wir nur noch zu fünft in der Location und der Abbau begann. Es war wohl sehr unrealistisch von mir zu glauben alle bereits auf dieser Veranstaltung begrüßen zu können. Umso angenehmer war die Tiefe der einzelnen Gespräche da es sonst sowieso nur auf oberflächliche „Hallo“ hinauslaufen würde.

ValueClick KickOff Part

ValueClick KickOff Party 2011Nachdem wir aus der Wolkenburg herausgekehrt wurden machten wir uns auf den Weg zur ValueClick KickOff Party. Da es nicht weit zum Engel & Weiss ist dachten wir, dass ein Spaziergang durchaus von Vorteil wäre. Trotz dem massivem Einsatz von Smartphones fiel dieser Spaziergang um ein paar Meter weiter aus als gedacht. Anscheinend wird das GPS Signal über dieser Region Abends zunehmend unschärfer – eine andere plausible Erklärung kann es an dieser Stelle überhaupt nicht geben ;-)

Endlich im Engel & Weiss angekommen freuten wir uns, dass dort noch Partystimmung herrschte. Somit ging es dann direkt in den, wie jedes Jahr stickigen, Keller hinunter auf die Tanzfläche. Als die Tanzfläche sich lichtete und sich dann wieder Gespräche einstellten verursachte die lautstarke Kommunikation um gegen die Musik anzukommen eine schön heisere Stimme – dies sollte sich aber erst am nächsten Tag auf der Messe zeigen. Auch bei dieser Location wurden irgendwann die Bürgersteine hochgeklappt und schon wieder stand man mit den letzten paar Leuten vor dem Club und überlegte was man noch anstellen könnte. An diesem Punkt fiel bei mir die Entscheidung, dass ich mich auf den Fußweg zu meinem Hotel mache. Überraschender Weise war das Hotel wirklich sehr nahe an der Location, so dass ein verlaufen diesmal ausgeschlossen war.

Messetag 1

So genau will ich auf die Messetage gar nicht eingehen, da viele der Gespräche und Deals vertraulich zu behandeln sind. Man konnte mich an diesem ersten Messetag an meinem Nationaltrikot der deutschen Fußballspieler erkennen. So war es möglich, dass mich einige ansprachen weil sie meinen Namen auf dem Rücken gelesen haben, aber sie das Gesicht dazu nicht kannten. Die Namensschilder der Messe waren ja wie bei fast allen Events soweit ab jeglicher Usability da man seinem Gegenüber ständig an dem langen Lanyard hinunter zum Badge mit dem klitzekleinen Namen schauen musste. Viele der Aussteller beklagten sich ebenfalls über das überteuerte und nicht oder nur unzureichend funktionierende Messe WLAN. Gerade auch Fachbesucher mit einem T-Mobile Vertrag merkten, dass Handy-Verbindungen oft nicht gescheit möglich waren. Dies kreide ich dem Veranstalter inzwischen an, da dies Problem schon seit der ersten dmexco jedes Jahr aufs Neue wieder auftritt.

In Anschluss an die eigentliche Messe gab es so manche peinliche Messeparty, welche ihre Musik in übelster Qualität durch die gesamte Halle jagen musste. Dies war ein wunderbarer Zeitpunkt um sich einmal im Hotel frisch machen zu gehen.

Hidden Experts Scenfood – (Buzzword für: Geheimer Szene-Experten-Schmaus unter Freunden)

Nach der ganzen Messe ging es lecker essen. Zwar hatten wir alle exorbitant schlechtes Besteck um die deliziösen Speisen zu genießen, was der Gemütlichkeit jedoch keinen Abbruch tat. Kurz stand die Frage im Raum wer eigentlich auf die offizielle dmexco Party oder den OSK geht, doch ein Blick an unsere Handgelenke zeigten eindeutig: Real Party Addicted Animal Experts – oder kurz OMClub

OMClub

Anscheinend gab es dieses Jahr keinen Limousinen Shuttel-Service von Bert – oder wir haben ihn einfach nur verpasst. Da einige der Gruppe ihren Hang zum Umweltschutz entdeckt hatten sind wir stilecht zu Fuß zum Bootshaus aufgebrochen. Mir war auf dem Außen Gelände zu viel los, da ich egoistischer Weise gerne noch Luft zum Atmen habe. Die Party war wie sonst auch erstklassig. Offensichtlich fiel jedoch auf, dass dieses Jahr im kleinen Raum sehr wenig im Vergleich zum letzten Jahr los war. Dafür war im großen Saal anscheinend noch mehr Party, was unglaublich ist, da man das letzte Jahr fast nicht toppen hätte können. Ein großes Lob an Randolf und danke an die treuen Sponsoren eines der liebreizendsten Events der Szene. Da ich keine zwanzig mehr bin habe ich an diesem Abend Wert darauf gelegt nicht als letzter zu gehen. Dieser Plan ging glücklicherweise auch auf.

Geschichte des OMClubs:

OMClub 2008 OMClub 2009 OMClub 2010 OMClub 2011

Messetag 2

Langsam öffnete ich meine Augen und fast noch schneller als das gleißende Licht schoss mir der Gedanke, dass ich meine Sonnenbrille vergessen hatte, durch den Kopf. Nachdem ich schon den Hörer in der Hand hatte um ein Taxi zu bestellen besonnt e ich mich des Umweltschutzes und ließ den Hörer wieder auf die Station gleiten um mich der Advanced Public Local Targeting  Aim Mission zu stellen und den öffentlichen Verkehrsmittel meine Aufwartung zu machen. Dadurch das „sexiest SEO alive“ Parfum-Poloshirt  anzuziehen kamen auch an diesem Tag wieder viele nette Gespräche zustande, da hier ebenfalls mein Name auf dem Rücken zu finden war.

Glücklicherweise gab es – wie bereits am ersten Messetag – keine verpflichtenden Termine, welche wahrzunehmen gewesen wären. Also drehte ich ein paar Runden und die Buzzwords der ganzen Sales-Experten fielen mir noch unangenehmer als am Vortag auf. Somit fiel am frühen Nachmittag der Plan das Business-Kasperl-Handtuch zu schmeißen und wieder die heimischen Gefilde aufzusuchen.

Fazit

Die dmexco bietet vielfältige Möglichkeiten sich zu informieren. Wer aber erwartet eine erwachsen gewordene Messe ohne Kinderkrankheiten anzutreffen oder neue Trends im Klartext serviert zu bekommen wird leider nicht zu hundert Prozent zufriedengestellt werden. Solange man selbst Ahnung hat und die Extrem-Bullshit-Buzzword-Dropper erkennen kann vermag es zumindest sich über diejenigen lustig zu machen und sich so den Tag etwas aufzuhellen, doch als Newbie dürfte man mehr als überfordert und diesen Anbietern ausgeliefert sein. Für diese dürfte dann nächstes Jahr wieder der dmexco Party Guide interessant werden.

Abschließend möchte ich allen für die sehr guten Gespräche, die angenehme Atmosphäre, die ausgelassenen Partys und den ganzen Spaß  der vergangenen Tage danken. Ebenfalls geht mein Dank an diejenigen, welche abseits der Hektik der Messe mir das Gefühl von Ruhepolen gaben. Fall noch jemand ungewollt nach dem SEO Parfum riecht: Das geht bald wieder weg. Achja – hat noch jemand ein Ticket für den dmexco OMClub 2012?

Hier noch eine kleine Sammlung von dmexco ReCaps:

… es fehlt noch ein ReCap? Dann nichts wie los und mir Bescheid geben!

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5 Responses to dmexco 2011 ReCap – Mehr als nur OMClub

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